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12 Stunden in Berlin

20/05/2017
12 Stunden in Berlin

„Berlin find ich scheiße“ hab ich bisher immer gesagt. Heute verrate ich euch wieso ich die Stadt nach meinem zweiten Besuch plötzlich gar nicht mehr so schrecklich finde und wie ich die 12 Stunden in der Hauptstadt verbracht habe.

Angefangen hat diese ganze Berlin Sache mit dem essence Event letzten Donnerstag, auf das ich mich wahnsinnig gefreut habe. Auf Berlin selbst eher weniger, denn ich habe die Stadt viel zu groß und ziemlich grau in Erinnerung behalten. Normalerweise versuche ich auf Eventreisen immer mindestens eine Nacht zu bleiben, diesmal hielt ich es für besser am selben Abend wieder zurück nach München zu fliegen.

Im Nachhinein ne total blöde Idee, denn letzten Donnerstag habe ich mich auch in Berlin verliebt. Übrigens die erste Stadt, die mich beim ersten Mal nicht voll und ganz gefesselt hat. Dennoch irgendwie lustig mal alles in 12 Stunden zu packen was geht und dann wieder heimzufliegen.

Taxi

Begonnen hat mein Trip mit einer netten Taxifahrt vom Flughafen Tegel zum The Grand. Der Taxifahrer selbst kommt ursprünglich aus Osteuropa und erzählt mir, dass er damals mit 20 – 1994 weder arbeiten, noch aus Berlin raus durfte. Da wird einem mal bewusst wie eingeschränkt man als Ausländer ist, einfach mal Leben wie alle anderen ist nicht, auch wenn man das anstrebt. Dann sagt er mir noch wie günstig die Mieten in Berlin sind und ich wusste in Berlin wäre ich schon längst ausgezogen, gefallen hat es mir bis dahin immer noch nicht. Die Taxifahrt hat mit Trinkgeld genau 30€ gekostet. Nicht mehr und nicht weniger als mir Sascha vorher schon mitgegeben hat. Ich wurde also nicht übers Ohr gehauen, weil ich Tourist bin und für 25 Minuten Fahrt ist der Preis absolut akzeptabel.

The Grand

Im Restaurant The Grand sah die Sache schon ganz anders aus. Zum einen weil mir Sascha sagt, dass man sich in Berlin für ein Bezirk entscheiden muss, um Berlin wirklich zu mögen und in diesem Stadtteil hält man sich dann einfach auf. Machte irgendwie Sinn und schon kam mir Berlin kleiner, kompakter und nicht mehr unmöglich zu besichtigen vor. Außerdem gefiel mir das Restaurant selbst absolut gut. Ich dachte das wär so ein typischer Schnösel Treffpunkt, aber im Gegenteil, die Leute haben klasse und sind trotzdem am Boden geblieben. Genauso wirkt auch die Einrichtung, absolut stylisch ohne es gewollt zu haben – was hier in München wahnsinnig oft der Fall ist. // Hirtenstraße 4, 10178 Berlin

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Das Wetter

Noch ein Aspekt an diesem Donnerstag war das Wetter und die Jahreszeit. Sonnenschein, Hitze, der Duft von Frühling. Wie konnte ich damals nur im Herbst Berlin erkunden? Somit hat sich ‚ziemlich grau‘ auch in Luft aufgelöst.

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Barcomi’s

Next Stop Café Barcomi’s in einem schicken Innenhof mit Ziegelsteinmauer und Efeu an den Wänden. Ich liebe Plätze die draußen sind und trotzdem wie innen wirken. Hier gibt es hausgerösteten Kaffee, köstliche Kuchen, Muffins und Bagels. Für Sascha und mich gab es hier einen Latte Machiatto und einen Americano to go. Absolut köstlich! // Sophie-Gips-Höfe, 2. Hof, Sophienstr. 21, 10178 Berlin

Hackescher Markt

Über das essence Maker Shop Event habe ich euch in einem separaten Post berichtet, findet ihr HIER. Danach bin ich den Hackeschen Markt entlanggelaufen, wo es einen tollen Straßenmusikanten nach dem anderen gab, mit wirklicht guter und anderer Musik! Beziehungsweise anders als die Künstler die man in der Kaufingerstraße bei uns eben schon kennt. Hier hat in mir dann das Gefühl von absoluter Zufriedenheit begonnen. Und im selben Moment war es egal wo ich als nächstes entlanglief, weil ich mich auf einmal wohl fühlte. Was mir damals allerdings schon wahnsinnig gefallen hat und das war wohl auch das einzige – die Museumsinsel. Vielleicht aber weil ich total auf Museen, Gemälde und alte Statuen stehe. // Hackescher Markt, 10178 Berlin

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Die S-Bahn

Anschließend gab es noch ein Highlight, beziehungsweise zwei, denn ich habe nach ganzen 6 Jahren die Ex-Frau von meinem Vater getroffen. Das klingt wohl alles ziemlich wirr, aber zwischen uns ist diese ganz besondere Bindung. Dann ging es (Highlight 2) nach Charlottenburg mit der S-Bahn, weil sie mich dazu ermutigt hatte, ich fahr ja dann doch aus Faulheit lieber mit dem Taxi rum und schmeiß mein Geld aus dem Fenster. Hat alles super geklappt und das Ticket kostet auch nur 2,80€.

Friends & Friends

Am Stuttgarter Platz haben wir dann die letzten zwei Stunden, bevor ich wieder los musste, pausenlos gequatscht und lecker Ente gegessen. Das Friends & Friends Restaurant ist ein wunderbares Restaurant in dem man im Sommer draußen sitzen kann und kleine Häppchen bestellen kann – sozusagen eine asiatische Tapas Bar! Richtig lecker und die Kellner sind so lieb und laden dir auch mal eben dein Handy auf. // Stuttgarter Pl. 21, 10627 Berlin

Tolle Insider Tipps von einem Ur-Berliner gibt es übrigens auch noch. Ich selbst war noch nicht dort, vertraue aber der Expertenmeinung und beim nächsten Mal geht es für mich auch zu diesen beiden Location:

Die Amano Rooftop Bar ist im Sommer richtig geil! // Auguststraße 43, 10119 Berlin

Und mit die beste italienische Pizza in der Stadt gibt es bei Papa Pane di Sorrento. // Ackerstraße 23, 10115 Berlin

Gute Voraussetzungen für Berlin

  • gutes Wetter
  • nette Leute kennen/treffen
  • sich für einen Stadtteil entscheiden
  • Nachts mit dem Taxi fahren
  • Bargeld für Strassenmusik CD’s dabei haben
  • jede Menge Hunger mitbringen

Nach 12 Stunden ging es dann auch wieder zurück zum Flughafen und zurück nach München. Am Flughafen und im Flugzeug hatte ich dann noch nette Gespräche, ebenfalls mit Berlinern, die find ich übrigens richtig sympathisch! Und wie sieht es mit euch aus? Berlin – Yay oder Nay? Und wo sind eure liebsten Hotspots in der Hauptstadt?

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  • Reply
    Thi
    21/05/2017 at 18:22

    Das klingt nach einem schönen Tag. Ich war vor 2 Jahren mal in Berlin und da war ich mit einigen Studienfreunden unterwegs, dadurch hatte ich eine sehr schöne Zeit.
    Die Museeumsinsel fand ich auch richtig toll.
    Liebe Grüße,
    Thi

    • Reply
      Yanikas Blog
      27/05/2017 at 22:55

      Wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist macht Berlin sicher nochmal doppelt so viel Spaß 🙂 Danke für deinen lieben Kommentar Thi!

  • Reply
    Leonie
    27/05/2017 at 14:29

    Tolle Insider Tipps! Ich finde das echt gar nicht schlecht einfach mal für nur einen einzigen Tag zu vereisen, immerhin spart man sich dann sogar die Unterkunftskosten, tolle Idee!

    • Reply
      Yanikas Blog
      27/05/2017 at 22:55

      Absolut genial oder! Wie ein Tagesausflug! Und wenn man rechtzeitig bucht sind die Flüge sogar oft relativ günstig! 🙂

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